Edvard Munch

Geboren am:
12. Dezember 1863 in Løten, Norwegen

Gestorben am:
23. Januar 1944 auf Ekely, Norwegen

Bedeutender Vorläufer des:

Expressionismus

Selbstportrait, 1882

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Edvard Munch - Selbstportrait

Kurzfassung

Edvard Munchs Gemälde „Der Tanz des Lebens“ zeigt nachts tanzende Paare am Fjord; im Vordergrund stehen eine junge Frau in Weiß, ein Paar in Rot und Schwarz sowie eine ältere Frau in Schwarz.

Edvard Munch, „Der Tanz des Lebens“, 1899–1900, Öl auf Leinwand, 125 × 191 cm, Nasjonalmuseet, Oslo. Die symbolische Szene verbindet Liebe, Lebensalter, Einsamkeit und Vergänglichkeit – zentrale Themen seines „Lebensfrieses“.

Zwischen Liebe, Angst und Vergänglichkeit

Edvard Munch wollte nicht die sichtbare Welt möglichst genau wiedergeben, sondern zeigen, was Menschen innerlich bewegt. Angst, Liebe, Einsamkeit, Eifersucht und Tod wurden zu Leitmotiven eines Werks, das den Symbolismus mit der Moderne verband und den Expressionismus entscheidend vorbereitete.

Munch wurde 1863 in Løten geboren und wuchs in Kristiania, dem heutigen Oslo, auf. Als er fünf Jahre alt war, starb seine Mutter an Tuberkulose; später verlor er auch seine Schwester Sophie. Erfahrungen von Krankheit und Verlust prägten sein Denken und fanden in Motiven wie „Das kranke Kind“ eine künstlerische Form. Statt bei einer naturgetreuen Darstellung zu bleiben, suchte er nach Bildern für Erinnerung und Empfindung.

Nach Aufenthalten in Paris löste seine Ausstellung 1892 in Berlin einen Skandal aus und wurde nach nur einer Woche geschlossen. Die öffentliche Auseinandersetzung machte Munch jedoch international bekannt. In den folgenden Jahren entstanden Schlüsselwerke wie „Der Schrei“, „Madonna“ und „Vampir“. Viele seiner Motive vereinte er im „Lebensfries“, einer offenen Bilderfolge über Liebe, Angst und Tod.

Munch malte dieselben Themen häufig mehrfach und übertrug sie in Lithografien, Radierungen und Holzschnitte. Vereinfachte Figuren, stark verkürzte Räume, rhythmisch schwingende Linien und symbolisch eingesetzte Farben lassen äußere Landschaft und innere Stimmung miteinander verschmelzen. Das Wiederholen war dabei kein bloßes Kopieren, sondern ein wesentlicher Teil seines künstlerischen Denkens.

Nach einer Krise ließ Munch sich 1908 in Kopenhagen behandeln und kehrte 1909 dauerhaft nach Norwegen zurück. Sein späteres Werk wurde farbiger und monumentaler. Von 1916 bis zu seinem Tod lebte er auf Ekely bei Oslo. Den größten Teil seines künstlerischen Nachlasses vermachte er der Stadt – und hinterließ ein Werk, das die Kunst des 20. Jahrhunderts nachhaltig beeinflusste.

Weitere Vorläufer des Expressionismus

Vincent van Gogh und Paul Gauguin

Bedeutende Expressionisten und Fauves

Gabriele Münter ,Erich Heckel, Emil NoldeHenri Matisse, Franz Marc, und Wassily Kandinsky